Andreas Kissel - unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler in Mainz

Als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler | Honorarberater in Mainz informiere ich mit Fachbeiträgen in der STUZ (Studentenzeitung Mainz-Wiesbaden) zu Themen wie Altersvorsorge, Geldanlage, Baufinanzierung, Berufsunfähigkeit, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Zahnzusatzversicherung, Unfallversicherung, Risikolebensversicherung, Basis-Rente, Riester-Rente, Rentenversicherung, Fondssparen, ETFs, Honorarberatung und Nettotarifen, Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung, Rechtsschutzversicherung.

Geldanlage in schwierigen Zeiten (STUZ-Ausgabe 153)

Datum: 1.12.2012

Sparer haben es aktuell schwer. Die Zinsen sind niedrig, die Schuldenkrise ist noch nicht ausgestanden, die Zweifel am Euro sind weiterhin groß, das Inflationsgespenst geht um und die weitere wirtschaftliche Entwicklung bleibt abzuwarten. Dennoch bleibt eine Frage: Wie lege ich mein Geld sinnvoll an?

Geldanlage in schwierigen Zeiten

Angst ist ein schlechter Ratgeber
Viele Anleger machen sich Sorgen über ihr freies und bereits investiertes Vermögen. Die Auswirkungen der globalen Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007 sind zum Teil dramatisch. Bei vielen Privatanlegern besteht das Gefühl, dass es keine Sicherheit mehr gibt - dieser Eindruck ist richtig. Vor diesem Hintergrund können Anleger nur an einem bewährten Prinzip festhalten: Diversifikation. Die breite Streuung über verschiedene Anlageklassen hinweg ist die wohl beständigste Form mögliche Verluste zu begrenzen und die Chancen auf eine ansehnliche Rendite zu wahren. Anleger, die permanent versuchen den Markt zu schlagen und dabei immer wieder ihre Anlagen neu strukturieren, bezahlen dies auch immer wieder mit einer neuen Einstiegsgebühr. Ob dies immer sinnvoll ist und zum gewünschten Erfolg führt, ist höchst fragwürdig. Eine persönlich definierte Anlagestrategie kann dauerhaft von Nutzen sein.

Strategische Geldanlage
Anleger können sich gegen die täglichen Meldungen über wackelnde Banken, schwankende Börsenkurse und taumelnde Staaten alleine nicht zur Wehr setzen. Allerdings können sie ihre Ängste unter Kontrolle bringen. Die Antwort scheint einfach, doch die konsequente Umsetzung fällt dem Einzelnen in der Regel eher schwer: Jeder Anleger sollte eine persönliche Anlagestrategie entwickeln, sich Ziele setzen und diese systematisch und diszipliniert umsetzen. In der Regel ergeben sich daraus unterschiedliche Fristigkeiten, was zwangsläufig auch zu verschiedenen Anlageprodukten führen muss.

Basics
Ein kostenfreies Girokonto und ein gut verzinstes Tagesgeldkonto gehören zur "Grundausstattung" des Vermögensaufbaus. Das Girokonto dient dem reinen Zahlungsverkehr und sollte nicht mehr Guthaben aufweisen als notwendig bzw. bis zum nächsten Gehaltseingang. Jegliche überschüssige Liquidität sollte auf ein verzinstes Tagesgeldkonto fließen. Als permanente Liquiditätsreserve sollten hier allerdings auch nicht mehr als 3 bis 5 Monatsgehälter "liegen". Das Einbeziehen weiterer Geldanlageprodukte ist abhängig von der persönlichen Risikoneigung, dem Anlageziel, der Anlagedauer, der Verfügbarkeit und dem Kapitalbedarf sowie den bereits bestehenden Vermögenswerten und Verträgen.

Portfolio-Strukturierung
Die Asset Allocation bzw. Portfoliostruktur beschreibt die Aufteilung eines angelegten Vermögens auf verschiedene Anlageklassen wie z.B. Aktien, Renten, Immobilien, Rohstoffe, liquide Mittel etc. Da sich die Renditen einzelner Anlageklassen in der Regel nicht parallel zueinander bewegen, kommt es in der Gesamtheit auf ein möglichst diversifiziertes Portfolio - Wertpapier- sowie Gesamtvermögensportfolio - an. Dazu gehören neben dem oben beschriebenen Giro- und Tagesgeldkonto für kurzfristige Ziele, Festgelder und sonstige festverzinsliche Wertpapiere, ETFs und Fonds für mittelfristige Ziele sowie Aktien (Einzeltitel), eine Immobilie, Rohstoffe und sonstige Geldanlagen für langfristige Ziele.

Alternative Investments
Alternative Geldanlagen - dazu zählen u.a. geschlossene Fonds in den verschiedensten Bereichen (z.B. Container, Flugzeug, Immobilien, Infrastruktur, Leasing, Private Equity, Regenerative Energien, Rohstoffe, Schiffsbeteiligungen, Solar, Windpark) oder Direktinvestments in Windräder, Wald, Wasserkraft, Solar, Schifffahrt, Immobilien, Schmuck, Gemälde, Oldtimer etc. - unterscheiden sich von den o.g. klassischen Anlageformen ganz erheblich. Weitgehend unabhängig von Kursschwankungen an den Börsen, ermöglichen diese oftmals überdurchschnittliche Erträge unter Ausnutzung von Kapitalmarktinstrumente und Strategien, die bei den traditionellen Anlageformen nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Allerdings sind mit diesen Vorteilen auch Risiken verbunden: keine oder geringe staatliche Kontrolle, keine vorgeschriebenen Berichtspflichten, in der Regel feste Laufzeiten, Mindestanlagesummen etc.

Fazit
Grundvoraussetzung einer jeden Investmententscheidung ist die Berücksichtigung der persönlichen Anlageziele und -wünsche, die Anlagedauer, das individuelle Risikoprofil, die bisherigen Kenntnisse und Erfahrungen sowie die finanziellen Verhältnisse des Anlegers. Die Kombination verschiedener Finanzprodukte unterschiedlicher Anlageklassen bezogen auf die Ziele unterschiedlicher Fristigkeiten - mit kurz-, mittel- und langfristigem Anlagehorizont - ist sinnvoll und ratsam, unabhängig von der aktuellen Krise. Eine regelmäßige Überprüfung der einzelnen Investments im diversifizierten Gesamtportfolio ist anzuraten, dabei sollte die mittel- bis langfristige Anlagestrategie allerdings nicht permanent in Frage gestellt werden. Für den größten Teil der Anleger genügen zur konkreten Umsetzung klassische Produkte wie ETFs und Fonds. Anleger mit einem höheren Maß an Know-How und dem notwendigen finanziellen Hintergrund können ergänzend alternative Anlageformen nutzen. Dabei steht die Abkoppelung von Schwankungen an den Börsen als Hauptgesichtspunkt für eine Investition in alternative Geldanlagen.


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