Andreas Kissel - unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler in Mainz

Checkliste: Ausbildungsstart

Mit dem Ausbildungsbeginn startet für Dich ein neuer Lebensabschnitt. Die Aufregung vor dem ersten Arbeitstag im neuen Job ist in der Regel sehr groß. Daher solltest Du Dich so gut wie möglich darauf vorbereiten. Hier findest Du wertvolle Tipps rund um den Ausbildungsstart:

Girokonto: Dein Arbeitgeber überweist Dir Dein Gehalt auf Dein Konto. Eröffne jetzt ein kostenloses Konto inkl. Karten und einer Eröffnungsgutschrift bis zu 170 Euro.
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Krankenversicherung: Als Azubi musst Dich selbst krankenversichern. Die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen sind zu über 95% identisch, die Beitragssätze jedoch unterschiedlich.
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Berufsunfähigkeitsversicherung: Die BU-Versicherung dient der Absicherung Deiner Arbeitskraft und ist für Dich als Berufseinsteiger existenziell wichtig. Je früher, desto besser.
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Vermögenswirksame Leistungen: Du erhältst Vermögenswirksame Leistungen (VL) von Deinem Arbeitgeber? Profitiere von der staatlichen Förderung (Arbeitnehmersparzulage und/oder Wohnungsbauprämie).

Tagesgeldkonto: Jederzeit verfügbar und für die Bildung von Rücklagen eignet.
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Riester-Rente: Profitiere von den Zulagen (bis zu 154 Euro p.a.) der staatlich geförderten Altersvorsorge.
Tipp: Einmaliger Bonus für Berufseinsteiger unter 25 Jahren i.H.v. 200 Euro

Lohnsteuerkarte: Die Lohnsteuer wird von Deinem Brutto-Ausbildungsgehalt abgezogen.
Im Januar 2013 wurde die Lohnsteuerkarte aus Papier durch das ELStAM (ElektronischeLohnSteuerAbzugsMerkmale)-Verfahren ersetzt. Teile Deinem Arbeitgeber Deine Steueridentifikationsnummer, Dein Geburtsdatum und ggf. Deine Religionszugehörigkeit mit. Bist Du zum ersten Mal berufstätig, benötigt Dein Arbeitgeber eine schriftliche Bestätigung, dass dies Dein erstes Dienstverhältnis ist.

Sozialversicherungsausweis: Der Sozialversicherungsbeitrag (hierzu zählen Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherung) wird von Deinem Brutto-Ausbildungsgehalt abgezogen. Falls Du vorher noch nicht gearbeitet hast, beantragt Deine Krankenkasse den Ausweis automatisch und schickt ihn Dir zu. Beim Ausbildungsantritt ist er dem Arbeitgeber vorzulegen.

Jetzt wird es ernst. Dein erster Tag in Deinem Ausbildungsbetrieb steht an!

Am ersten Tag

Pünktlich sein!
Wer schon am ersten Tag zu spät kommt, hinterlässt keinen guten Eindruck. Falls doch etwas schief geht, Stau auf der Autobahn oder Sperrung einer Bahnstrecke, rufst Du von unterwegs aus bei Deinem Arbeitgeber an. Damit machst Du deutlich, dass Du nicht aus Faulheit unpünktlich bist und deine Vorgesetzten werden Verständnis zeigen.

Die Vorstellung

Am ersten Tag lernst Du in der Regel zunächst das Unternehmen kennen. Du wirst herumgeführt und den anderen Mitarbeitern vorgestellt. Wenn Dir nichts anderes gesagt wird, siezt Du alle Kollegen. Als Azubi bist Du nicht in der Position, jemandem das Du anzubieten.
Keine Angst, wenn Du Dir nicht sofort alle Namen merken kannst. Das ist in größeren Betrieben ganz normal. Wenn du später etwas mit den Personen zu tun hast, kannst Du einfach höflich nochmal nach dem Namen fragen.
Alles merken kannst Du Dir am ersten Tag nicht. Das ist aber auch nicht schlimm und wird nicht von dir erwartet. Trotzdem solltest Du Dich natürlich bemühen, so viel wie möglich aufzunehmen. Mach dir Notizen und frag nach, wenn Du etwas nicht verstehst.

Pause
Als Azubi steht Dir auch eine Pause zu. Einfach am Platz essen oder ohne Ankündigung aufhören zu arbeiten geht aber nicht. Frag nach, welche Regelungen es in dem Unternehmen gibt, bei wem Du Dich abmelden musst und wie lange Du Pause machen darfst. Schließ Dich anderen bei der Mittagspause an. Dann kommst Du mit ihnen ins Gespräch und kannst direkt Kontakte knüpfen.

Arbeitsroutine
Du musst Dir keine Sorgen machen, dass Du am Ausbildungsbeginn mit schweren Aufgaben überschüttet wirst. Schließlich musst Du Dich erst mal an das Arbeitsleben gewöhnen und den Betrieb kennenlernen. Trotzdem ist der erste Tag meist anstrengend. Der Arbeitsrhythmus ist ein ganz anderer als der Schulrhythmus und Du lernst eine Menge neuer Sachen kennen. Ein bisschen Erschöpfung ist da ganz normal.

Nach dem ersten Tag
Wenn Du nicht weiterkommst, musst Du Deine Kollegen um Hilfe bitten. Schon am zweiten Tag kannst Du entspannter zur Arbeit gehen. Du weisst schon ungefähr was auf Dich zukommt und mit wem du zusammenarbeitest. Du bekommst viele Dinge erklärt, die mit deinem Ausbildungsberuf zu tun haben und wirst immer mehr in Deine Aufgaben eingewiesen.

Nachfragen und Feedback einholen
Scheu Dich nicht, Fragen zu stellen. Erfahrene Kollegen können Dir helfen und Dir Tipps geben. Besser Du fragst sie bei einem Problem direkt um Hilfe und zögerst es nicht zu lange hinaus. Außerdem solltest Du um Feedback bitten, wenn Du eine Aufgabe erledigt hast. Damit zeigst Du, dass Du Dich verbessern und etwas lernen willst. Mit Kritik musst Du rechnen - und diese auch annehmen können.
Wenn Du mitbekommst, dass Kollegen über andere Mitarbeiter lästern, solltest Du nicht mit einsteigen. Schließlich kannst Du Dir nie sicher sein, bei wem Deine Aussagen am Ende landen. Mit Freundlichkeit gegenüber Deinen Vorgesetzten und Kollegen bist Du auf der sicheren Seite.

 

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